Warum ist Herri so gut?

Qualität und Geschmack eines Bieres werden durch den Herstellungsprozess und die Zutaten bestimmt. Um zu erklären, wie wir die höchstmögliche Qualität für unsere Biere gewährleisten können, gehen wir im Folgenden auf all diese Faktoren einzeln ein:

Unsere Qualität – Das Brauwasser

Bier besteht zu über  90% aus Wasser, die Wasserqualität hat damit entscheidenden Einfluss auf Geschmack und Qualität im Glas. Besonders wichtig ist dabei die perfekte Zusammensetzung des Brauwassers: Es sollte „weich“ sein, d.h. wenig Karbonathärte aufweisen und Mineralien wie Magnesiumchloride und Magnesiumsulfate enthalten.

Wir in der Privatbrauerei Herrenhausen fördern das Wasser aus eigenen Brunnen. Die Brauerei erhielt bereits Wasserrechte vom Königreich Preußen, die bis heute unverändert gelten.

Unabhängige Wasseranalytiker und das Landesuntersuchungsamt Niedersachsen prüfen unser Wasser mehrmals im Jahr und unsere eigene Qualitätssicherung überwacht die Einzigartigkeit dieses Wassers jeden Tag.

Aus unseren Brunnen wird ein einzigartiges Wasser gefördert, die Mineralstoffe sind ausgewogen und damit perfekt für den einzigartigen Geschmack des Herrenhäuser Pilseners. Selbst mit den modernsten Methoden der chemischen Wasseraufbereitung kann dieses natürliche Qualitätsniveau nicht erreicht werden. 


Unsere Qualität – Keine Kunststoffe

Nach der natürlichen Reifung wird Bier filtriert, Herrenhäuser Pilsener wird sogar doppelt filtriert. Es durchläuft eine normale übliche Kieselgurfiltration und zusätzlich die aus Kostengründen nur noch selten angewandte klassische Schichtenfiltration. Nur mit dieser teuren Schichtenfiltration erreicht man aber das Funkeln und den strahlenden Glanz, der das Herrenhäuser Bier auszeichnet. Die Filtration erfolgt heute so wie seit Jahrzehnten.

PVPP – Polyvinylpyrolidon ist ein künstlich hergestellter Stoff, der bei der Filtration das Bier länger haltbar macht. Früher war umstritten ob PVPP dem Reinheitsgebot entspricht und beispielsweise in Frankreich war es für die Bierfiltration sogar verboten. Mittlerweile ist es lebensmittelrechtlich zugelassen und wird aus Kostengründen, und um Biere – ähnlich wie Konserven – über ein Jahr haltbar zu machen, von vielen Brauereien eingesetzt.

Wir verzichten auf den Einsatz von PVPP- Stabilisierungsfiltern.


Unsere Qualität – Bester Naturhopfen

Einer der wichtigsten Rohstoffe bei der Bierherstellung ist Hopfen, er gibt dem Bier die feine Bittere und das edle Aroma.

Für das Herrenhäuser Pilsener verwenden wir neben hochwertigem Bitterhopfen, der dem Bier eine Grundbittere gibt, mehr als 50% hochwertigen Aromahopfen. Die gesamte Hopfengabe, das heißt sowohl Aroma- wie auch Bitterhopfen, geben wir nur als Naturhopfen, der frisch nach der Ernte gemahlen, gepresst und vakuumverpackt wird.

Weil es billiger und einfacher ist, wird vielerorts beim Brauen heute Hopfenextrakt eingesetzt, dabei werden die bitternden Bestandteile des Hopfen, mittels Lösungsmittel herausgelöst. Das chemische Lösungsmittel wird anschließend verdampft, aber in der Spurenanalytik lassen sich manchmal noch Lösemittelreste nachweisen. Der Hopfenextrakt gibt dem Bier zwar die Bittere, aber das klassische Hopfenaroma und andere Hopfeninhaltsstoffe fehlen.

Glücklicherweise ist die Kennzeichnung „Hopfenextrakt“ auf dem Bierflaschenetikett nun gesetzlich vorgeschrieben. Uns ist die früher verwendete Bezeichnung „Naturhopfen“ nicht mehr erlaubt, wir dürfen nur noch „Hopfen“ deklarieren. Aber wir machen das heute so wie früher.

Sowohl der Aromahopfen, als auch der Bitterhopfen für unser Herrenhäuser Pilsener kommt ausschließlich aus deutschen Anbaugebieten, bevorzugt aus der Hallertau, dem größten und anerkanntesten deutschen Hopfengebiet. Der eingesetzte Naturhopfen bringt das volle Hopfenbouquet und die hohe Gabe Aromahopfen das feine Hopfenaroma in unser Bier.


Unsere Qualität – Handwerkliches Brauen

Die Privatbrauerei Herrenhausen ist eine klassische traditionelle Brauerei mit Tradition – keine Bierfabrik in einem Industriegebiet.

Die Herstellung hochwertiger Biere ist nicht nur biochemische Verfahrenstechnik, sondern der Braumeister mit seiner Erfahrung und der Einschätzung von geschmacklicher Vollendung  spielt eine wichtige Rolle. Bei der Modernisierung von Anlagen achten wir strengstens darauf, dass die Technik erneuert wird, aber der eigentliche Brauprozess unverändert bleibt.

Die Vergärung der Bierwürze zu Bier erfolgt traditionell in einem kalten Gärverfahren, das heißt langsam, bei relativ niedrigen Temperaturen von 8 – 12 Grad Celsius in Einzeltanks. Jeder dieser Tanks wird täglich begutachtet, damit der Brauer die notwendige Kühlung sensibel und in Nuancen fachgerecht steuern kann.

Viele Großbrauereien verwenden heute riesige stehende große Tanks mit automatisierter Gärführung. Die Gärung läuft bei Temperaturen bis zu 20 Grad meist wesentlich schneller und damit kostengünstig ab.

Der Vorteil der bei uns angewandten klassischen Gärführung ist jedoch, dass sehr wenige Gärungsnebenprodukte, das sind z.B. unerwünschte Aromastoffe und unerwünschte Alkohole, entstehen. Zu diesen unerwünschten Alkoholen zählen zum Beispiel die Isoamylalkohole (umgangssprachlich: Fuselalkohole) die für Kopfschmerzen nach „kräftigen Biergenuss“ verantwortlich sind.

Herrenhäuser Pilsener wird nach der Gärung in einem weiten Schritt, der sogenannten Nachgärung, gereift, bis zur geschmacklichen Vollendung dauert es mehrere Wochen. Diese Nachgärung reichert im Bier auf natürliche Art die Kohlensäure an und klärt das nach der Gärung noch stark hefetrübe junge Bier.

In der Herrenhäuser Brauerei erfolgt das traditionelle Kochmaischverfahren und die Kochung und Hopfung der Bierwürze seit vielen Jahrzehnten unverändert in der klassischen Art und Weise.